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Ultra Light oder:

Formel 4,5
TANG - Pressebild
Aufgemacht: Heck mit Bordwand und Schleuderplane;
seitlich Schiebeplane
TANG - Pressebild
Schraubverbund zwischen Chassis und Aufbau


KFZ Anzeiger 03 | 2003


  Im Fahrzeugbau ist nichts so sicher wie der Wandel: Bei TANG in Hilden stehen die Zeichen auf konsequenten Leichtbau mit Aluminium, aber eben nicht nur.

Die Mittelständler im Fahrzeugbau machen normalerweise alles das, woran die Großen im Geschäft schon lange kein Interesse mehr haben, eben die komplizierteren Gefährte. Bei Tang sind das beispielsweise offene Pritschen für den Baustoff- oder Metalltransporteur, gern mit Lenkachsen, Heckausschub, Rolllader-Kran, diversen Rungen-und Bordwandsystemen und was in der Richtung sonst noch gefragt ist.

Sie offerieren auch „normale" 13,6-m-Curtainsider, Abroll- und Absetzkipper sowie Ladekräne von HMF. Dazu kommt ein eigenes Programm von Pritschen-, Koffer- und Kühlaufbauten. Bei Pritschen und Koffern verstärkt sich nun der Trend zur Leichtbauversion. Das fängt beim LKW-Hilfsrahmen aus Aluminium an und ist beim Anhänger bereits zur Ganz-Alu- Pritsche fortentwickelt worden.
Dass Alu-Komponenten bei Aufbauten und Trailern hierzulande jahrzehntelang ein Schattendasein führten, lag auch ein wenig daran, dass Überladung beim LKW von allen Beteiligten viel zu oft als „Kavaliersdelikt" betrachtet wurde.

In Frankreich ist das beispielsweise ganz anders: Dort bekommen Transporteur, Chauffeur und Entrepreneur (im Sinne von: Verlader) gemeinsam empfindliche Strafen. Diese Gemeinsamkeit gibt es bei uns erst, seitdem die Gerichte sich im Falle eines Falles ebenfalls alle drei Parteien vorknöpfen. Nicht immer, aber immer öfter.

TANG verfügt auch über die Möglichkeit, Kunststoffprofile zu formen.

Die Mautgesetz-gebung, wodurch alles ab 12 t per LKW teurer wird, lässt derzeit neue Fahrzeug-Formen entstehen. Eine davon heißt: 11,99 t minus 7,49 t Solowagengewicht ergibt 4,5 t, die ein Anhänger zulässig gesamtgewichtlich wiegen dürfte.Genau für diesen Fall hat Tang einen leichten Einachsanhänger konstruiert. Mit einem Curtainsider-Aufbau auf einem Aluminium-Chassis bringt der gerade 1.500 kg Leergewicht auf die Waage bei 6.150 mm Ladelänge, weshalb er den Taufnahmen „Ultra Light" erhielt.

Möglich wurde dieses Leichtgewicht durch eine eigene Chassiskonstruktion, bei der die Längsträger vorn zur Zugstange zusammengezogen werden, und auch das Fahrwerk besteht aus einem Alu-Kasten. Der Aufbau besteht aus einer Aluminium-Bodengruppe, die auf die Längsträger mit Pratzen geklammert werden, was erstens gut ist im Schadensfall (man kann Fahrgestell und Aufbau trennen) und zweitens für die Herstellung: So lässt sich nämlich die Fertigung beider Gruppen entkoppeln. Tang verfügt auch über die Möglichkeit, Kunststoffprofile zu formen, weshalb es des Ultra Light auch mit Seitenverkleidung gibt. Die Stirnwandplatte stellt ein leichtes GFK-Wabenpaneel dar.

Die Kapazitätsverdopplung für den 7,49er-Solowagen ist in vielen Fällen nur saisonal erforderlich. Deswegen hat Tang ein paar Ultra Light in die hauseigene Vermietflotte eingestellt.